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to-do or not to-do {prioritäten setzen}

03/01/2013

Apropos motivierend. Ich sitze gerade an neuen Designs. Also uneigentlich. Denn eigentlich muss ich noch ganz viele andere eher lästige als schöne Dinge erledigen.

Mein Problem ist, ich lasse Dinge gerne liegen. Schiebe sie auf. Morgen ist auch noch ein Tag. Das eilt noch nicht, das kann noch warten. Da habe ich jetzt keine Zeit für oder ähnliche Ausreden. Aber eigentlich sind das keine Ausreden, das ist time management, wie man so schön auf Neudeutsch sagt. Nur, dass das „managen“ leider nur im Kopf stattfindet, also Pläne, Termine, To-Dos werden hin- und her verschoben, verplant, verworfen und müssen dann auch noch behalten werden. Püha! Das kann ja nur in Stress ausarten. Kein Wunder, dass der Kopf irgendwann mal STOP sagt und uns mit Kopfweh, Müdigkeit oder schlechter Laune belohnt.

Also was tun? Genau! Zu Papier bringen. Einfach aufschreiben, aus dem körpereigenen Speicherprogramm entfernen und schwarz auf weiß festhalten. Egal in welcher Form. Ob elektronisch, in schönen Notizblöcken oder schlichten Post-It Notes im ganzen Haus. Bei mir entstehen dabei immer mehrere, aber mindestens zwei To-Do-Listen. Auf der einen stehen so unangenehme Dinge wie Umstatzsteuervoranmeldung, Krankenkasse, Arzttermine vereinbaren, Überweisungen tätigen und so weiter und so nervig fort und auf der anderen stehen tolle Aufgaben auf die man sich freut, wie zum Beispiel neue Designs, Schnittmuster, Stickdateien entwerfen, Blogthemen ausarbeiten, für mich etwas nähen und noch ganz viele mehr.

Dabei darf man ruhig mal schieben, aber auch die lästigen Dinge müssen ja irgendwann erledigt werden. Gerade wenn man selbständig ist ist es wichtig, seine Prioritäten richtig zu sortieren. Ich bin zwar mein eigener Chef und könnte mich theoretisch den lieben langen Tag nur den angenehmen Dingen widmen aber das wäre mein Untergang, denn wer macht dann den Rest? Meine Sekretärin? Habe ich leider nicht. Also muss ich selber ran, sonst holt mich sowieso irgendwann das schlechte Gewissen ein und setzt sich so tief in die Magengegend bis ich es erledigt habe.

Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer erst ein paar der Wichtigsten der lästigen Aufgaben zu erledigen BEVOR ich mich den angenehmen Dingen widme. Dabei ist es wichtig, dass man sich realistische Ziele steckt, und die Zeit gut aufteilt. Denn ich finde Zeit für schöne Projekte ist mindestens genau so wichtig wie die anderen Dinge auch und die sollte man sich auf jeden Fall nehmen.

Die Vorfreude auf diese Projekte treibt mich voran und meine To-Do-Listen helfen mir, den Kopf zu sortieren. Alles was aufgeschrieben ist ist festgehalten und der Kopf ist wieder frei für Neues. So kann ich alles schön der Reihe nach erledigen. Und ja, ich streiche jede geschaffte Aufgabe mit Genuß durch. Tschagga! Erst wenn alles was ich mir für den Tag/die Woche vorgenommen habe durchgestrichen oder nicht so dringendes auf den nächsten Tag verschoben ist (gacker! das sollte man eigentlich nicht tun!) ist, nehme ich den Stift oder den Stoff in die Hand und zeichne, skizziere, notiere, male, plane neue Projekte. Das ist dann die Belohnung für die Überwindung.
In diesem Sinne, ich bin dann mal weiter meine unangenehme To-Do-Liste abarbeiten. Denn dieses Posting stand eigentlich auf keiner Liste und ist Prokrastination vom Feinsten. Aber auch das darf mal sein, wenn man dafür wieder etwas anderes erledigt. Work-Life-Balance eben.

Also so mach ich das mit der Stressbewältigung und ihr?

xoxo

Eure Andrea


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  • 1
    Nicole Jung 03/01/2013 at 19:23

    Also Andrea, ich habe mir als erstes für dieses Jahr vorgenommen auch eine Liste zu schreiben… Da sitze ich gerade dran! Bisher habe ich das meiste in meinem Kopf klar gemacht: Du hast es aber trefflich gesagt, der platzt, man hat Kopfschmerzen, man wird nervös und ist irgendwann schlecht gelaunt!( so war es zum Schluss bei mir). Deshalb mach ich mir gerade eine to do Pinwand:-) Und natürlich wird das Schöne als Belohnung für Durchgestrichenes stehen! Dir gutes Gelingen und Frohes Neues! LG Nicole

  • 2
    ich mach mir die welt 03/01/2013 at 19:45

    Liebe Andrea,
    leider kenne ich das Verschieben auf Morgen nur zu gut und morgen verschiebe ich dann wieder auf den Abend da bin ich dann zu müde, also dann wieder auf morgen und so weiter…. Das mit den Listen mache ich auch immer wieder und es ist ein Hochgenuss wenn man durchstreichen kann 🙂 Die Idee eine positive „TUDU“-Liste vs. lästige zu machen ist aber super, ich werde da mal versuchen und schauen ob so etwas System ins Chaos kommt!
    Herzliche Grüsse und frohes schaffen
    Meret

  • 3
    ziermittel 03/01/2013 at 19:51

    Hallo Andrea,

    den Kampf der schönen neuen Aufgaben gegen die ungeliebten schnöden Dinge kenne ich zu gut ! Na ja – selbst und ständig ist die Frau 😉
    Ich halte es mittlerweile auch so,daß ich erst eine Portion Pflicht abarbeite und mich dann mit der Kür belohne …

    Herzliche Grüße und frohes Schaffen
    Stefanie

  • 4
    leben.lieben.lachen.genießen 03/01/2013 at 20:43

    …oh ja, to-do-listen sind einfach großartig und unverzichtbar!! immer fein in den kalender/notizbuch geschrieben (gerne auch mit alltäglichen, einfachen dingen wie saugen, waschen, etc. dazwischen..) und danach mit genuss durchgestrichen bzw. abgehakt.. und positive to-do´s müssen definitiv auch mit auf die liste..! 🙂
    ich wünsch dir, dass die liste (besonders die linke) ganz fix abgehakt ist.. beste grüße, gesa

  • 5
    Christina Ditzel 03/01/2013 at 20:48

    Oh ja… ich erledige auch immer gerne alles erst Morgen und es gibt ja immer wieder ein Morgen…. Ich verzettel mich dann und alles wird chaotisch. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen diesem Chaos an den Kragen zu gehen! Ich habe mir sogar ein Buch zur Unterstützung gekauft, das „Besser einfach-einfach besser“ … Vielleicht hast du ja auch noch ein guten Buchtipp zu diesem Thema…
    Liebe Grüße,
    Christina

  • 6
    Anja 03/01/2013 at 21:12

    Ha, ich habe mittlerweile ein To Do Buch, in das ich Sonntags die nächste Woche aufzeichne und ausfülle. Manche Tage sind so voll, da kann man einiges einfach nur auf den nächsten Tag verschieben. Aber das sind dann die eher unwichtigen Sachen. Wie machst du es, wenn etwas spontanes dazwischen kommt?
    Danke für diesen Post. Ich liebe es auch, die gemachten Aufgaben mit Genuss zu streichen.

    Liebe Grüße
    Anja

  • 7
    hexenpüppi 03/01/2013 at 21:36

    Vielleicht ist das die Lösung für meine Migräne!?
    Ich bin auch der Auf-Morgen-Verschieb-Typ … bzw. hab ich immer nur bei den Igitt-To-Do-Listen abstreichen können, da die immer irre voll sind (klar bei Job, Haushalt, Uni, Kinder und Selbstständigkeit!) und ich gar nicht zu dem Abarbeiten der Freude-To-Do-Liste komme! Ich hoffe, 2013 ist mein Jahr, denn die Uni müsste sich ab dem 01.02. erledigt haben (*daumendrück*)und meine Arbeitszeit verringert sich von 60 Std. auf 30-40 Std. … d.h. endlich wieder etwas mehr Zeit zum Kreativ sein und Bloggen! (… seit ein paar Tagen versuche ich ja auch wieder regelmäßig zu posten!)

    So, genug gequasselt … die Igitt-To-Do-Liste ruft leider!

    GGLG, Ines aus Berlin!

    P.S. Ich wünsch dir ein schnelles Abarbeiten der „oh no“-Liste! ;O)))

  • 8
    dieAtze 03/01/2013 at 21:47

    Prokrasti—was?? sehr schöner post und irgendwie erkennen wir Frauen uns wohl alle wieder (zumindest wohl die über 20 mit Kind+Job+diverse andere Verpflichtungen…). Auch ich habe festgestellt, dass mich Vorhaben in meinem Kopf sehr stressen, wenn ich sie dann aufgeschrieben habe, ist es erst einmal abgehakt und schwirrt einem nicht ständig im Kopf mehr herum, Platz für neue Aufgaben 😉
    In diesem Sinne gehen wirs an!

  • 9
    Frau M. vom zehnten Stock Links 03/01/2013 at 22:52

    Hahaha…ein Post, wie wir ihn kennen und uns erkennen. Ick plädiere ja für ein update in 14 Tagen, um zu sehen, wieviele grüne Haken wir auf der linken, der ungeliebten Seite sehen können ;o).Lass uns quasi Dein Kalender sein…Hehehehe…

    In diesem Sinne…mit besten Grüssen!

  • 10
    evArt 03/01/2013 at 22:57

    ich liebe listen – in meinem rotenfaden taschenbegleiter (sehr praktisch, da man ganz viele listen reinklammern kann) sind ganz viele davon…
    für die arbeit
    den haushalt
    einkaufen
    essen
    bin ein listenjunkie…
    ich mach meist das nicht so gern erledigte vorher um dann entspannt das gern zu erledigende zu erledigen ;o)
    glg eva

  • 11
    EvitaCreativ 04/01/2013 at 7:25

    Hallo Andrea,
    ich arbeite auch mit To-Do-Listen. Nur leider stehen die Sachen die mir guttun immer ganz unten. Danke für dein Posting – da lese ich jetzt schwarz auf weiß dass sich das ändern MUSS (gespürt habe ich das eh schon lange). Aber z.B. habe ich so gut wie alle Schnittmuster von dir und bisher nur 1x davon was für mich genäht. Wie dumm von mir…
    Also – ich suche mir jetzt gleich einen 2. Notizblock um die „guten“ To-Do´s aufzuschreiben *lach*…
    Glg!
    Eva

  • 12
    Michaela 04/01/2013 at 11:23

    Liebe Andrea,
    das hast Du so schön geschrieben ;). Ich gehöre leider auch zu den „nach hinten Schieber“ was dann zur Folge hat, dass ich vier Wochen am Jahresende Tag und Nacht meine Zahlen für die Steuerunterlagen eingebe. Für dieses Jahr habe ich es mir mal anders vorgeschrieben!!! Bis jetzt bin ich noch mit guten Vorsätzen gefüllt. Ich lasse das junge frische Jahr langsam diszipliniert angehen. Ansonsten bin ich auch ein Listenfetischist.
    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende…
    Michaela

  • 13
    Kikabu 04/01/2013 at 11:30

    Ein wirklich toller und sehr hilfreicher Post! Ich schreibe auch Unmengen an Listen, finde Sie aber meistens nicht wieder. 😉 Die Idee, erst ein paar blöde Dinge zu machen und dann die schönen, werde ich hier auch mal einführen. Hoffentlich klappt das auch bei mir. Viele Grüße und Dir ein tolles Jahr 2013, Viola

  • 14
    Mila 05/01/2013 at 16:06

    Aber die Listen stressen mich meistens erst recht! Weil ich dann schwarz auf weiss (bzw. auf dem ekeligen Gelb der meisten Post-its) stehen habe, was ich alles mal wieder nicht auf die Reihe gekriegt habe. Richtig dringende Sachen, die ich schon ewig schiebe, erledige ich ja irgendwann sowieso auf den letzten Drücker. Warum sollte ich mich schon so früh verrückt machen deshalb – und genau wissen, dass ich mich einfach nicht vorher dazu motivieren kann. Manchmal hilft natürlich auch das schlechte Gewissen, dass die Listen mir machen, das gebe ich zu. Viele Grüße von Mila

  • 15
    lila und gelb 07/01/2013 at 16:25

    Ach, danke für diese Prokastination. Das gibt mir das Gefühl nicht ganz allein zu sein mit meiner Abarbeitung der Liste(n). Das mit der Belohnung ist eine gute Sache, ebenso wie der Tip, sich mal eben (und nur) fünf Minuten der unangenehmen Sache zu widmen. Daraus werden ja dann gerne mal eine Stunde oder mehr.
    DANKE.
    Grüsse, Birgit

  • 16
    Anna Müller 08/01/2013 at 10:07

    Hallo liebe Andrea!
    Wie wahr, du sprichst mir aus der Seele. Eine Liste hilft immer und wenn man am Ende des Tages oder der Woche das Alles schwarz auf weiß durchgestrichen hat….das ist ein gutes Gefühl….Ich mache es sogar bei einem Aufräum Tag, Staubgesaugt, Wäsche gemacht, was schönes genäht…hört sich besser an als – Hausarbeit!

    Und übrigens gratuliere zu dem Foto im Living at Home, habe sie gesehen und sofort erkannt!!!
    LG Anna an´na NEEBAR

  • 17
    wifrewu 13/01/2013 at 17:14

    haha, sehr schön! kenn ich. schöner blog! ganz liebe grüße!! theresa von wifreu.wordpress.com