Kategorie: winter

buchtipp | vintage häkeln

Bevor ich euch ins Wochenende entlasse, habe ich noch ein Buchtipp für euch. Ich hatte euch ja schon erzählt, dass ich im Häkelfieber bin. Daran schuld ist dieses wunderschöne Buch, Vintage Häkeln von Kazuko Ryokai, welches nun vom Fischer Edition Verlag ins Deutsche übersetzt wurde.

Ich sag nur eins: wer Vintage mag wird dieses Buch lieben. Die Fotos, die Projekte und das Buch selber versprühen einen entspannten heimeligen Charme und lassen den Wunsch aufkeimen, sofort auch etwas davon in das eigene Zuhause zaubern zu wollen.

Ich finde die Aufteilung des Buches ist wunderbar gelungen. Im vorderen Teil werden alle Projekte zunächst auf jeweils einer Doppelseite anhand zauberhafter Fotografien vorgestellt, so dass das Blättern durch diese Seiten eine einzige Augenweide ist. Die Vielfältigkeit der Projekte von Stulpen zu Taschen, über Decken und kleinen Früchten, sowie Kissen und Plaids lassen bestimmt nicht nur mein Herz höher schlagen, und den Drang sofort ins nächste Wollgeschäft stürmen zu wollen steigen.

Im hinteren Teil werden die Projekte anhand von Skizzen, geschriebenen Anleitungen und Tabellen erläutert. Einzelne Häkeltechniken werden zwar kurz umrissen, aber es ist kein Anfänger-Buch, so dass gewisse Kenntnisse im Häkeln schon vorausgesetzt werden. Ich bin aber quasi Anfängerin, denn das letzte Mal habe ich als Kind gehäkelt, und ich bin – mit ein wenig Hilfe (von Großmutter-Youtube) – sehr gut klargekommen.

Ich habe mir wie ihr sehen könnt ein (ähem) etwas größeres Projekt vorgenommen. Auf das Endergebnis bin ich selber gespannt, das zeige ich euch natürlich. Schade, dass mich niemand für’s Häkeln bezahlt, ich könnte mich gerade nur noch in eine Decke einkuscheln und den ganzen Tag mit bunter Wolle spielen.

In diesem Sinne, ich bin dann mal wieder, vielleicht steckt euch Vintage Häkeln ja auch so an wie mich…

Schönes Wochenende!

Eure Andrea
xoxo


remembering tuscany – Toskanische Hühnersuppe

oder wie man seine Familie dazu bekommt, Zucchini zu essen. Normalerweise besprechen wir die Menüplanung gemeinsam. Das klingt toll, ist es auch, führt aber andererseits oft dazu, dass manche Gerichte von vornherein wegfallen weil bestimmte Zutaten nicht gewünscht sind. Ich finde das so schade, denn als überzeugter Allesfresser, weiß ich, es kommt immer auf die Zubereitung an nicht auf die Zutaten. Spinatpampe schmeckt mir bis heute nicht, gute Rezepte mit frischem Spinat dagegen sehr. Lange Rede kurzer Sinn, diese Suppe hätte es nie auf den Tisch geschafft wenn ich nicht einfach mal gemacht hätte.

Dabei wurde sie von allen verschlungen und das Tochterkind hat sogar eine neue Essweise für sich entdeckt: die ich-löffele-alles-unzensiert-auf-und-picke-nicht-mehr-nur-die-Sachen-die-mir-schmecken-raus-Methode. „Mama, das schmeckt ja toll, wenn man alles zusammen isst!“. Hach nee!? Sach ich doch! Sonst könnte ich ja gleich Trennkost anbieten…

Bei der Suppe muss ich an unseren wunderschönen Urlaub in der Toskana denken, da war es so schön warm. Aber da warme Gedanken alleine bei den aktuellen Temperaturen nicht reichen muss einfach mal eine heisse Suppe her. Diese Suppe ist eine tolle Variante zu der klassischen Hühnersuppe und wärmt so richtig von innen, die müsst ihr unbedingt probieren!

Toskanische Hühnersuppe

Zutaten:

– ein halbes Suppenhuhn
– 120g Graupen (kleine runde Suppennudeln)
– 4 Karotten (klein gewürfelt)
– 4 Stängel Sellerie (klein gewürfelt)
– 2 Zucchini (klein gewürfelt)
– 3 Knoblauchzehen (feingehackt)
– 1 Zwiebel (feingehackt)
– 1 Dose Tomatenstücke
– ca. 1,5L Wasser
– gekörnte Hühnerbrühe
– Basilikum (kleingehackt)
– Oregano (kleingehackt)
– 2 EL Creme Fraîche
– Olivenöl
– Salz/Pfeffer

Zubereitung:

Das Suppenhuhn mit dem Wasser und der Hühnerbrühe in einem großen Topf kochen lassen bis das Fleisch weich ist. Das Huhn aus dem Topf nehmen und die Brühe in einen großen Messbecher/Schüssel geben, etwas warten bis sich das Fett abgesetzt hat und abschöpfen. Hühnerbrühe beseite stellen. Huhn auskühlen lassen und anschliessend das Fleisch ablösen und kleinschneiden.
In der Zwischenzeit, Zwiebeln, Sellerie und Karotten in einem großen Topf in dem Olivenöl ca. 3-4 Minuten braten, dann die Zucchini zugeben und weitere 2-3 Minuten braten. Die Tomaten, den Knoblauch, die Brühe, das Fleisch und die Gewürze zugeben und alles aufkochen. Bei niedriger Temperatur etwa 20 Minuten köcheln lassen bzw. bis das Gemüse schön weich ist. Zehn Minuten vor Schluss noch die Graupen dazu geben und mitkochen zu allerletzt noch das Creme Fraîche dazugeben und kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen.

Mahlzeit!

xoxo

Eure Andrea


ein sehr entspanntes merry christmas

Meine Lieben, ich bin so dermaßen tiefenentspannt, dass das hier schon ein Kraftakt ist. Der Turbo-Gammelmodus ist seit einiger Zeit so was von eingelegt und wir sind nur noch am Kaffeeschlürfen und Futtern. Trotzdem möchte ich es auf gar keinen Fall versäumen, euch von ganzem Herzen FROHE WEIHNACHTEN zu wünschen! Denn leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, eine einzige Weihnachtskarte zu verschicken, die Plätzchen wurden am Tag vor Heiligabend gebacken und auch sonst fiel Weihnachten zwar festlich aber sehr low-key aus, dafür war es umso entspannter.

Ich hoffe ihr hattet gestern einen wundervollen Abend im Kreise eurer Liebsten. Bei uns gab es das  traditionelle Gänseessen mit Semmelknödel, Blaukraut und jede Menge Rotwein und im Anschluss überreichten wir uns leicht beschwippst und voller Vorfreude jede Menge Geschenke. Strahlende Augen und glückliche Gesichter allenthalben. Einfach Weihnachten wie ich es liebe! Ich hinterlasse euch ein paar Impressionen (die Tischsets sind gestern just-in-time fertig geworden, da war es mal kurzzeitig nicht ganz so entspannt…puh!) und hoffe ihr könnt die nächsten Tage mit euren Liebsten genauso relaxed verbringen wie ich.

xoxo

Eure Andrea